oder wie man den Rumpf sauber hält…

Das Sauberhalten des Rumpf ist eine leidige Aufgabe, um die man als Bootseigner nicht drumherum kommt. Die meisten Eigner kümmern sich überhaupt nicht darum, sondern lassen den Rumpf einmal im Jahr, wenn sie im Winterlager das Boot aus dem Wasser holen, mit Hockdruck reinigen und erneuern hinterher das Antifouling.
Wir hatten uns bereits im ersten Winter auf Leros dazu entschieden, als Antifouling einen Coppercoat aufzutragen. Dieser soll ca. 10 Jahre ohne Erneuerung halten und somit ein regelmäßiges Auskranen des Bootes verhindern.

Aber auch ein Coppercoat braucht seine Pflege, ebenso alle Teile, die unter Wasser und beweglich sind, und alle Teile, die eben nicht mit diesem Coppercoat beschichtet sind.

Bisher habe ich das immer mit Flossen und Schnorchel gemacht und so gut es geht auch die Bereiche in schlecht erreichbaren Tiefen sauber gehalten. Das ist mit Schnorcheln extrem zeitraubend und anstrengend.

Deshalb jetzt per DIY :


Ich habe nach der Empfehlung durch befreundete Segler einen 10 Bar Kompressor (ölfrei) gekauft. Diese 10 Bar reichen aus, um die 2te Stufe einer Tauchausrüstung, den Lungenautomaten, mit ausreichend Druck und Luftvolumen zu versorgen, dass man in den flachen Bereichen ums Boot mühelos tauchen kann.
Natürlich wird die Atemluft vorher noch durch einen Öl-Wasser-Abscheider mit Partikelfilter geschickt, um sicherzustellen dass wirklich keine Verschmutzung in die Lunge gerät.

Mit Hilfe dieser Konstruktion und einem 10 m langen Atemschlauch ist man sehr flexibel ums Boot herum.
Natürlich muss man unter Wasser immer genau wissen was man tut; dies ist auch keine Aufforderung zum Nachmachen, schließlich ist jeder seines Glückes Schmied. Kenntnisse über das Tauchen, insbesondere Kenntnisse, die über einen PADI-Tauchschein (Pay another Diving Instructor, Put another Dollar in) hinausgehen, sind da sehr hilfreich.